Posts mit dem Label 2nd Line werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 2nd Line werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 13. Dezember 2014

NFM Bear Stridvest AG3

by Viking

Die Bear Stridvest gehört bei den norwegischen Streitkräften zu den standard Kampfmitteltragesätzen die ausgegeben wurden und immer noch ausgegeben werden. Hierbei unterscheiden sie sich allerdings über die Jahrzehnte hinweg in Sachen Tarnfarben und vor allem auch Aufbau.



Die hier gezeigte Stridvest ist auf das AG3 (welches eine Variante des G3A3 mit längerer Schulterstütze ist) des norwegischen Heeres  ausgelegt. Später gibt es diese Weste auch explizit für das HK416 welches das AG3 als Ordonanzwaffe in den anfängen des Afgahnistan Konflitks abgelöst hat.
In den Tarnfarben unterscheiden die Westen sich hauptsächlich bei den nichtmodularen in Norsk-Kamo (Woodland) und Orken-Kamo (Desert) und bei den neueren Varianten, welche vor allem Modular gehalten sind kommt noch die Farbe Coyote Brown hinzu.



Zu Beginn gleich ein paar Worte zum Stauraum dieser Kampfmittelweste, welche zu anfang auch noch für das HK416 verwendet wurde bis eine Umstellung auf die neuen Varianten abgeschlossen war.

Alles in allem ist die Weste in drei Doppelmagazintaschen, zwei Rauchgranattaschen, drei Mehrzwecktaschen und zwei 2x HGr- Taschen oder kleinere Mehrzwecktaschen unterteilt, dazu kommen noch Strauraum im inneren, inklusive einem Holster für eine Glock 17 (Die Sekundärwaffe des norwegischen Heeres, einmal von Spezialkräften abgesehen) und für diverses Kartenmaterial oder andere administrativen Materalien. Also mehr als genug Platz um sein Zeug unterzubringen.

Des weiteren befindet sich im Rückenteil ein Einschubfach für Trinkblasen für etwa 2- 3L eingearbeitet.
Die Abmessungen und die Bauweise bevorzugt hier vor allem Source, aber auch andere Blasen wie etwa von Camelbak lassen sich ohne Probleme verwenden. 



Wie zu Beginn schon erwähnt ist die Weste für das AG3 hergestellt worden, allerdings passen doch recht angenehm auch HK416 Magazine in die Taschen, hier sitzt der Deckel dann etwas strammer als bei den niedrigeren G3 Magazinen und die Pouches selbst sind nicht ganz so ausgefüllt, was allerdings der funkionalität keinen Abbruch tut da jede Tasche mit einem Gummizug ausgestattet ist der alles dort hält wo es hingehört.

Auch auf den folgenden Bildern ist recht gut der Verschlussmechanismus zu erkennen, die Taschen werden in erster Linie durch einen Gummizug zusammengehalten und den Metallhaken eingehakt und lässt sich auf Patrouille oder bei Luftlandeoperationen durch einen weiteren Druckknopf sichern sodass die Tasche nicht versehentlich geöffnet werden kann und Kampfmittel verloren geht.



Neben den drei Doppelmagazintaschen bietet die Bear Kampfmittelweste noch genügend Platz für weitere Kampfmittel und Zubehör.
Durch den hohen Schneekragen der Taschen und die verstellbaren Fastex-Verschlüsse kann man einiges an Material in der Weste unterbringen.


Die Verarbeitung ist wirklich sehr gut und der Tragekomfort ist durch die breiten und recht weichen Schulterriemen auch ausgezeichnet.
Die Weste lässt sich Mittels Klett an den Schultern in der Höhe und mittels Gummikordeln welche auf dem oberen Bild zu sehen sind in der Weite verstellen und ist so ziemlich für jeden Körper oder auch für jede Unterziehweste (wie z.B. die M04) einstellbar.
Die Weste wird in drei verschiedenen Größen hergestellt (manche Modelle auch in vier Größen).


Modifikationen? Sind definitiv machbar, ich benötigte eine Tasche für mein PRC-152 und hierfür boten sich meiner Ansicht nach die Einschubfächer hinter den Mehrzwecktaschen an, mit einer Gummikordel wurde durch das Netzgewebe hinten das Funkgerät vor dem Verlieren gesichert und dort stört es nicht in der Bewegung und es ist jederzeit leicht und vor allem ohne fremde Hilfe erreichbar. Dazu können zusätzliche Taschen (unter anderem auch FuG-Taschen wenn man welche findet) erworben werden welche an die großen Schlaufen auf dem Rücken angebracht werden können.

Vor allem für Reenacter und Battle Displayer sehr interessant da die Weste durchgehend bei den norwegischen Streitkräften im Einsatz ist, sei es in Coyote Brown, welches aktuell die Masse ausmacht, oder in Orken- Kamo/ Norsk- Kamo, als AG3 oder HK416 Version.

Til neste gang, til Valhall brødre i nord!

Montag, 8. September 2014

Blackhawk Industries Plate Carrier

by Doc

Inhalt des Reviews

  • Geschichte, Entstehung, Verwendung
  • Erster Eindruck, Features, Zubehör
  • Verarbeitung

Geschichte, Entstehung & Verwendung

Der Blackhawk Industries Plate Carrier entspricht mehr oder minder exakt dem Allied Industries MBSS und wird aus diesem Grund auch oftmals schlicht und einfach als MBSS bezeichnet.
Die Bezeichnung MBSS ist eine Abkürzung und steht für „Maritime Ballistic Survivor System“. Wie die Bezeichnung bereits verraten dürfte, stammt der MBSS und damit eben auch der BHI Plate Carrier aus dem Bereich von Marine- Spezialkräften. In diesem Fall sind es vor allem die Navy S.E.A.L.s der US Navy.
Er findet aber auch bei anderen Einheiten wie etwa den Kampfschwimmern der Bundeswehr verwendung.
Bei den Marinejegerkommandoen findet man ihn allerdings nicht.

Noch eine generelle Anmerkung zu BHI Plate Carrier und ihrer Verwendung. Plattenträger sind „Doorkickergear“. In den Einsatz fährt man normalerweise mit dem Auto, fliegt mit dem Helikopter oder springt mit dem Fallschirm ab. Das typische Einsatzszenario eines Plate Carriers ist auf wenige Stunden begrenzt und schließt in den meisten Fällen eine Exfil Beispielsweise via KFZ oder Helikopter ein.
Heutige Szenarien und die tatsache das Menschenleben mehr Wert ist als Ausrüstung haben Plate Carrier aber auch in viele anderst gewichtete Einsätze gebracht.

Das Original wurde von Allied Industries produziert und ist heute sehr selten zu finden. Da es sich hier schon fast um ein Sammlerstück handelt werden Exemplare oftmals zwischen 400.- und 1.000.- US Dollar, abhängig natürlich von Zustand und Umfang, gehandelt.
Im Laufe der Zeit sind andere Hersteller in die Produktion von MBSS eingestiegen.

Erster Eindruck, Features, Zubehör

Blackhawk Industries ist kein unbekannter Hersteller und für seine recht gute Qualität durchaus bekannt.
Soviel vorweg: Der Plate Carrier stellt da keine Ausnahme dar.
Der Plate Carrier wird mit vier (zwei an den Schultern, zwei an der Hüfte) Kunststoff- Schnallen an Ort und Stelle gehalten. Die Riemen an Schulter und Hüfte sind in der Größe leicht verstellbar. Das Brust- Teil ist in den Umfängen etwas kleiner als das Rückenteil. Die Öffnungen zum Einsetzten der Platten befindet sich unten am Plate Carrier und ist mit einem stabil vernähten Klett- Deckel zu öffnen. Unten befinden sich Ablaufösen im Deckel.



Die Innenseite ist mit einem angenehmen Polster bezogen. Es verhindert, dass der BHI Plate Carrier all zu arg auf Wanderschaft auf der 1st Line geht.

Das Rückenteil ist, wie schon erwähnt, etwas größer, da es die Schulterriemen zusätzlich zu tragen hat. Hinter den Schnallen zur Befestigung sind auf jeder Seite jeweils zwei Ösen aus Metall angebracht. Auf dem Rückenteil befindet sich außerdem ein stabiler Rettungsgriff. Dieser kann nicht wie bei vielen anderen Modellen via Klett „versteckt“ werden wenn er nicht gebraucht wird. Das ist meiner Meinung hier aber auch gar nicht nötig, da er mir nicht so starr und störend vorkommt wie bei vielen anderen Modellen., Jedenfalls habe ich bis jetzt keinen Punkt gefunden wo er mir im Weg sein könnte.

Auch hier befindet sich das Einschubfach unten mit Klett geschlossen inkl. Ablaufösen.


Verarbeitung

Die Verschlüsse machen einen sehr soliden Eindruck. Sie haben kein Spiel, rasten sauber ein und scheinen wirklich etwas auszuhalten. Ebenso sind die Aufnahmen auf dem Plate Carrier selbst sehr gut vernäht und bestätigen den Eindruck der Schnallen.


Die Nähte der Molle- Schlaufen, aber auch alle anderen Nähte sowie das Grundmaterial des Plate Carriers machen bereits beim Anfassen einen guten Eindruck. Alle Nähte sind sauber und sehr stabil vernäht.

Fazit

Mein Fazit für den Blackhawk MBSS fällt positiv aus. Er gehört definitiv mit zum bequemsten was ich an Plate Carrier bisher an hatte. Die Verarbeitung ist durchweg gut bis sehr gut.
Der Wermutstropfen zum Schluss: Blackhawk stellt diesen Plate Carrier nicht mehr her, was bedeutet man muss sich in diversen Foren auf die Suche nach gebrauchten oder Restposten machen. Man hat als Europäer da durchaus bessere Chancen wenn man sich den US-amerikanischen Markt mit anschaut. Blackhawk ist „made in the U.S.“ und dort sind definitiv noch welche im Umlauf. Preislich bewegen wir uns, je nach Zustand und Ausstattung, ab 200.- US-Dollar.
Das ist er aber auf jeden Fall wert!

Sonntag, 13. April 2014

Persönliche Funkausstattung, Dual Comm

by Ringo

Es kommt nicht oft vor das man das Glück hat das ein Reenactment Vorhaben auch gleich noch eine recht spezielle Lösung bereithält, wie das eben hier der Fall ist.

Die Problematik ist einfach aufgezeigt, es gilt zwei Funkkreise zu bedienen (Teamfunk und HQ Funk, oder etwas anderes).
Eine der besseren Lösungen für dieses Problem kennt man vor allem von Herstellern wie Peltor oder MSA welche Dual Comm Geräte anbieten.



Aber gibt es noch alternativen zu einem Dual Comm System?
Wer eine Lösung für dieses Problem sucht wird sehr bald feststellen das dem nicht so ist.

Am meisten hört man im deutschen Sprachraum als Lösung für alle Probleme die den Funk betreffen das man(n) ihn nicht braucht da er mit Stimme führt.
Schon beim betreiben eines Funkkreises stellt sich dies meist als eine eher unzutreffende Aussage heraus wenn genannter (meist Fallschirmjäger) es nicht hinbekommt die 4km zwischen HQ und seiner Position mit seiner Stimme zu überbrücken.

Die fest verbauten Funktionen für gängige Funkgeräte (wie in etwa TDR) bieten keine echte Alternative zu Dual Comm da sie sehr "unzuverlässig" zwischen Frequenzen umschalten und man meist nach Murphy's Gesetz immer auf der falschen Frequenz ist.

Hat Dual Comm auch Nachteile?
Nein, es ist nie verkehrt die Möglichkeit zu besitzen zwei Funkkreise bedienen zu können wenn es darauf ankommt. Sei es nun als Truppführer oder Fenmelder.
Jedoch kann Dual Comm mehr Folter als alles andere sein wenn man sich auf einem Kanal mit der mangelnden Funkdisziplin herumschlagen muss und auf dem anderen Kanal mit einer Dauerwerbesendung.
Dies sorgt natürlich dafür das jeglicher Funkverkeht absolut nutzlos ist und ist weniger Schuld des Dual Comm Prinzips.

Was aber ist Dual Comm?
Hinter Dual Comm verbirgt sich nichts weiter als die Möglichkeit zwei Funkgeräte an einem Headset zu betreiben.
Die Technik ist hier recht simpel gehalten und gerade deswegen auch auf andere Headsets als den aktiven Gehörschutz (welcher sich nicht für jeden Einsatz lohnt und anbietet) anzuwenden.

Um Dual Comm auch ohne aktiven Gehörschutz zu verwenden bedienen wir uns einmal mehr am Ideenreichtum derer die nicht die richtige Lösung vom Hersteller geliefert bekommen.
Letztenendes kann man sich seine Dual Comm Lösung mit jeder beliebigen Kombination von Headsets erstellen. Aber eine wirklich gute Lösung bietet vor allem das altbewehrte Bowman/ Light Patrol Headset welches sich durch seinen recht simplen Aufbau wunderbar kombinieren lässt.



Schon mit wenigen Handgriffen hat man aus seinen zwei Bowman Headsets ein Dual Comm Gerät gezaubert.
Die beiden Headsets werden ausschliesslich über das Kopfband befestigt, können aber zur Sicherheit noch mit Kabelbinder (oder etwas anderem) festgezogen werden.


Der gummierte Schutz der schon bei einem Bowman sicherstellt das man gut gegen Aussengeräusche abgeschrimt ist auf dem einen Ohr lässt einen auch nicht beim zweiten Bowman nicht im Stich.
Natürlich sollte man das äussere Bowman etwas lauter stellen da es sich eben etwas weiter vom Ohr entfernt befindet.
Nichts desto trotz hört man den Funk auf beiden Headsets ausgezeichnet.

Auch die Sprechqualität mit den Mikros wird nicht verringert sofern man sie anständig zusammenzwirbelt und sich beide vor dem Mund befinden.



Je nach Hersteller des Headsets stehen einem vielleicht mehrere PTT Boxen zur Auswahl.
Es bietet sich an das man die Headsets in beiden PTT Boxen verwenden kann, auch wenn am anderen Ende der PTT Box sich die Anschlüsse vielleicht unterscheiden.
Dies ist natürlich nicht immer Möglich da manche Funkgeräte sich Grundlegend unterscheiden und ganz andere Headsets benötigen, dies soll hier aber nicht vertieft werden.

Abschliessend sei vielleicht noch angemerkt das eine gewisse Planung was vor allem das anbringen der Funkgeräte, Antennen, PTT Boxen und vor allem der Kabel angeht das Leben bedeuted einfacher machen und unter Umständen auch verlängert.
Niemand sollte sich mit seinem eigenen Kabelsalat erwürgen. Das ist nicht ein würdiges Ende für einen simulierten Operator.

Um dann das ganze auch zu einem Abschluss zu bringen: Die so verbundenen Bowman Headsets sieht man durchgehend bei vielen Soldaten der norwegischen Streitkräft, unabhänngig von der Einheit oder Truppengattung.
Nicht das dies euch davon abhalten soll es trotzdem zu verwenden.